Ladetechniken und Verbindungssystem
Grundvoraussetzung: Das Aufladen der Batterien für Elektrofahrzeuge muss so einfach wie Tanken werden
Die meisten Elektrofahrzeuge beziehungsweise deren Prototypen, die heute bereits unterwegs sind, können ganz normal an handelsüblichen Steckdosen aufgeladen werden. Innerhalb der nächsten zehn Jahre ist damit zu rechnen, dass in Deutschland ein flächendeckendes Netz an Ladestationen installiert wird, da dies als politische Zielsetzung der Bundesregierung und ihrer Partner formuliert wurde.
Zwei Steckersysteme - Ein Ziel
Zum Laden der Elektrofahrzeuge haben sich zwei unterschiedliche Steckersysteme durchgesetzt: Der europäische Stecker mit sieben Kontakten und einer maximalen Leistung von 43 kW, dessen Entwicklung hauptsächlich von RWE und Daimler angestoßen wurde, sowie der amerikanischen Stecker mit lediglich fünf Kontakten und keiner Nennleistung. Jedoch ergibt sich aus der zum vollen Laden benötigten sehr langen Wartezeit ein Problem: In unserer heutigen, äußerst schnelllebigen Zeit hat kaum einer genügend Geduld, um mehrere Stunden zu warten, bis sein Elektroauto wieder fahrbereit ist.
Neue Ideen: Statt Aufladen einfach Batterie wechseln
Dies zu vereinfachen ist das Ziel der Firma BetterPlace: Sie will die Batterien nicht im Fahrzeug aufladen, sondern ihr Konzept sieht vor, dass der Autofahrer bei fast entladener Batterie zu einer Wechselstation fährt, woraufhin die Batterie von einem Roboter aus dem Auto gehoben wird und eine frisch geladene Batterie eingesetzt wird. Problematisch ist dieses Konzept, da sich sämtliche Automobilhersteller auf einen Batteriestandard einigen müssten.
Zukunftsvision? Batterie überall laden per Induktion
Ein weiteres Konzept sieht vor, Elektrofahrzeuge per Induktion zu laden. So könnte man zum Beispiel auf längeren Autobahnabschnitten oder beim Parken berührungslos Energie auf das Fahrzeug übertragen, die dann in den Batterien gespeichert wird. Nachteil dieser Technologie ist der schlechte Wirkungsgrad: Um die Fahrzeugbatterie um eine Kilowattstunde zu laden benötigt man zwanzig Kilowattstunden Energie.
