Neue Technologien brauchen meistens eine Förderung durch den Staat, damit sie für die Konsumenten attraktiv bzw. erschwinglicher werden. Dies geschah beispielsweise bereits bei der Photovoltaik durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). Aber auch für die Förderung der Elektromobilität in Deutschland hat die Bundesregierung im Jahr 2008 einen Plan entworfen, den sogenannten "Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität der Bundesregierung".

Ehrgeizige Ziele für die Elektromobilität

Kernziel des Planes ist es, dass bis zum Jahr 2020 mindestens eine Million Elektrofahrzeuge auf den deutschen Straßen unterwegs sein sollen. Außerdem soll Deutschland zum "Leitmarkt Elektromobilität" werden, das heißt konkret, dass Deutschland die internationale Führungsrolle auf diesem Sektor einnehmen soll.

Anreize zum Kauf und der Entwicklung von Elektroautos schaffen und Bürokratie abbauen

Die Hauptaufgabe der Politik im Bereich Elektromobilität und im speziellen Elektroautos ist vor allem das Schaffen von Anreizen zum Kauf elektrisch angetriebener Fahrzeuge beispielsweise durch eine Befreiung von der KFZ-Steuer, die in Deutschland bereits umgesetzt wurde. Außerdem muss sie, wie auch im Entwicklungsplan vorgesehen, finanziell und durch den Abbau bürokratischer Hürden beim Errichten eines flächendeckenden Netzes von Ladestationen helfen und diese vorantreiben. Ebenso wichtig ist jedoch auch das Festlegen von Normen für einheitliche Stecker, Ladestationen und Batterien, sodass nicht jede Automarke und jedes Land eine unterschiedliche Technik verwendet und dies in einem heillosen Chaos der Standards mündet. Schließlich muss auch eine weitere nicht ganz unwesentliche Frage geklärt werden: Wie schützt man in Zukunft Fußgänger und Radfahrer, da diese elektrisch angetriebene und damit praktisch lautlose Fahrzeuge nicht mehr im Voraus hören können. Hier wird es hinsichtlich der Straßenverkehrsregeln sicherlich einige Ergänzungen geben müssen.

Zum Lösen dieser Fragen hat sich die Bundesregierung mit BDEW, VDI und ZVEI zu einer regelmäßig tagenden Expertenrunde zusammengeschlossen.